Sieg für Pichler und das GM-Team

Misano/Hagen (fw) - Mit einem lupenreinen Start-Ziel-Sieg meldete sich am vergangenen Wochenende der Italiener Thomas Pichler an der Spitze der Formel König - powered by Volkswagen zurück. Bei seinem Heimspiel, dem 9. Lauf des Nachwuchs-Championats in Misano an der italienischen Adria-Küste, ging der 18-jährige zunächst von der Pole Position an den Start, fuhr dann die schnellste Rennrunde und überquerte schließlich auch mit mehr als 5 Sekunden Vorsprung als Erster den Zielstrich. Sein Teamkollege Wouter van Eeuwijk hätte für einen Doppelsieg des GM-Teams aus Hagen sorgen können, doch an zweiter Stelle liegend stoppte den schnellen Niederländer unerwartet ein gebrochenes Schaltgestänge. Durch diesen Ausfall ist die Meisterschaft bereits vor dem Saisonfinale am 12. Oktober entschieden; der Vorsprung von Tabellenführer Thomas Mühlenz, der in Misano den zweiten Platz von van Eeuwijk erbte, ist zu groß geworden. Das Rennen in seinem Heimatland bedeutete für Thomas Pichler vor allem das Ende einer sehr langen Pechsträhne. Von Saisonbeginn an hatte der in Triest geborene Italiener seinen Konkurrenten gezeigt, daß er in punkto Speed kaum zu schlagen sein würde. Allerdings hatten neben jetzt drei Siegen auch immer wieder technische Defekte und andere Probleme den GM-Piloten zurückgeworfen. In Zweibrücken brachte ihn eine Stop-and-Go-Strafe wegen eines Frühstarts um den verdienten Erfolg, auf dem Luftwaffen-Flugplatz von Diepholz brach in Führung liegend eine Schweißnaht an der Radaufhängung seines FK96-Monoposto. Das Pech blieb Pichler auch in Salzburg treu, denn bei der vom Reglement vorgeschriebenen Auslosung des Steuergeräts für die Motorelektrik erwischte er eines, das bereits in früheren Rennen seinen Besitzer mit Aussetzern plagte und auch Pichler zu einem ungeplanten Boxen-Stopp zwang. Eine defekte Bremsanlage in Oschersleben und der Totalausfall durch Getriebeschaden in Zandvoort waren schließlich das vorläufige Ende einer Pannenserie, die das GM-Team in dieser Form noch nie erlebt hat und die den jungen Italiener sicher zu Unrecht an der Tabellenführung hinderte. Für Top-Ergebnisse der Hagener Motorsportler sorgte aber immer auch der zweite GM-Pilot neben Thomas Pichler, der Holländer Wouter van Eeuwijk. Nachdem der 17-jährige zu Beginn der Saison noch etwas im Schatten seines ein Jahr älteren Teamkollegen gestanden hatte, zeigte Wouti von Rennen zu Rennen eine konstante Steigerung seiner Leistungen, die ihm nicht weniger als sieben Podestplätze und dadurch genau wie Pichler einen Platz ganz vorne in der Meisterschaftstabelle einbrachten. Teamchef Marian Hamprecht ist mit den Leistungen seiner Schützlinge bereits vor dem Finale absolut zufrieden: Sowohl Thomas als auch Wouter haben in dieser Saison unsere Erwartungen voll erfüllt. Thomas war zwar zu Beginn der Saison etwas schneller, aber Wouter hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Anhand unserer Datenaufzeichnungen hat er sehr schnell gelernt, wie er sich noch verbessern kann und seine Erkenntnisse im nächsten Rennen so gut umgesetzt, daß die beiden jetzt absolut gleichwertig sind." Auch für die Zukunft wird über eine Zusammenarbeit nachgedacht. Hamprecht: "Das Engagemant von GM Motorsport in der Formel König betreiben wir nicht zuletzt im Hinblick auf die Nachwuchsförderung für die Deutsche Formel 3. So wie Michael Becker, der Formel König-Vizemeister des letzten Jahres, so bekommen auch Thomas und Wouter nächstes Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit die Chance, für uns Formel 3 zu fahren.

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